Aktuell

VLN: Podium und Pech für Torsten Kratz

Nürburg, 02.04.2016

Mit einem zweiten Platz in der GT4-Klasse sowie Rang 17 im BMW M235i Racing Cup endete der Saisonauftakt in der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring für Torsten Kratz. „Zufrieden bin ich natürlich nicht“, sagte der Mönchengladbacher. „Ich traue mich schon gar nicht mehr das Wort Pech im Bezug auf den BMW-Cup in den Mund zu nehmen, aber es fällt mir keine andere Vokabel ein.“

Zusammen mit dem Frankfurter Oliver Bender und Stefan Beyer (Neustadt/Aisch) lenkte Kratz den Securtal Sorg Rennsport-BMW M3 GT4 auf den zweiten Platz in der Klasse. Startfahrer Kratz hatte sich, wie beim Saisonfinale 2015, auf ein schönes Duell mit dem Avia-Aston Martin gefreut. „Doch uns fehlten heute ein paar PS und damit auch ein paar Sekunden pro Runde“, gab der 45-Jährige zu. Dem Team von Sorg Rennsport war kurz vor dem Rennwochenende ein Problem mit dem Motor aufgefallen, so dass dieser vorsichtshalber gewechselt wurde.

„Ein Riesenlob an die Sorg Rennsport-Mannschaft, dass sie das noch hinbekommen haben und wir so den fruit2go-M3 GT4 an den Start bringen konnten. Im Qualifying haben wir dann bereits gemerkt, dass das Aggregat nicht die volle Leistung entfaltet. Ich konnte unser Auto zwar mit nur 0,7 Sekunden Rückstand auf den zweiten Startplatz stellen, aber es war klar, dass wir heute das Tempo im Rennen nicht werden halten können. Unter den Umständen spielten die endlich aufgehobenen Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der Nordschleife der Aston-Mannschaft in die Karten.“

„Unser Hauptaugenmerk für den M3 GT4 ist das 24 Stunden-Rennen Ende Mai. Daher sind wir heute natürlich keine zu großen Risiken eingegangen. Wir drei haben einfach ein solides Ergebnis eingefahren und wichtige Punkte erarbeitet, die wir bis zum 24h Rennen verbessern werden. Das Wetter war schön sonnig und auf der Strecke ging es überwiegend fair zu. Man müsste nur dem einen oder anderen mal mitteilen, dass bei doppelt-gelb ein Tempolimit von 120 und nicht mehr von 60 km/h gilt.“

Während Kratz als Startfahrer im M3 unterwegs war, übernahm Heiko Eichenberg (Fritzlar) im Cup-BMW zunächst das Volant. Der 42-Jährige verteidigte geschickt auf dem Grand-Prix-Kurs seinen fünften Startplatz im Feld der 20 Cup-BMW. Im Bereich der Nordschleifen-Auffahrt kam es zur Kollision mit dem Avia-BMW M235i. Eichenberg drehte sich, musste das Feld passieren lassen und beklagte zudem noch einen Reifenschaden. Über eine Runde ging verloren, ehe aus eigener Kraft die Boxen erreicht und einer neuer Reifen aufgezogen wurden.

Mehr als Rang 17 war somit nicht mehr möglich. „Nach Heikos Pech beim Start war klar, dass wir aus eigener Kraft nichts mehr erreichen können. Wir haben das Rennen eher als Trainingsfahrt genutzt und sind grundsätzlich mit der Performance bezüglich der Rundenzeiten zufrieden. Es ist noch nichts verloren…,“ so Kratz.

Am 30. April steht der zweite Saisonlauf auf dem Programm. Torsten Kratz wird dann erneut beide BMW pilotieren.


Volles Programm für Torsten Kratz bei Sorg Rennsport

Nürburg, 19.03.2016

„Ich bin froh, dass es endlich losgeht. Ich bin hochmotiviert“, sagte Torsten Kratz beim Nürburgring-Testtag am vergangenen Samstag. „Wir konnten heute wichtige Erkenntnisse sammeln, die uns sicherlich im Saisonverlauf helfen werden. Ich bin jedenfalls sehr optimistisch.“

Der Mönchengladbacher fährt wieder für das Wuppertaler Erfolgsteam Securtal Sorg Rennsport. „Wir haben im letzten Jahr schöne Erfolge gefeiert, mit dem Klassensieg beim 24 Stunden-Rennen als Höhepunkt. Leider hatten wir ein paar Mal Pech, aber die Basis stimmte. Darauf bauen wir auf.“

Der 45-Jährige wird bis zur Saisonmitte sogar zwei Eisen im Feuer haben: Er wird sowohl einen BMW M235i Racing Cup als auch einen BMW M3 GT4 lenken. „Beide Fahrzeuge machen unheimlich Spaß, ich freue mich auf diese doppelte Herausforderung. Wir wollen natürlich erfolgreich sein, haben dazu klare Ziele, die wir zusammen mit dem gesamten Team auch erreichen können.“

Im BMW M235i Racing Cup steht klar die Meisterschaft im Vordergrund. Kratz Teamkollege ist Heiko Eichenberg aus Fritzlar. „Der Titel wäre natürlich ein Traum, aber soweit denken wir jetzt noch nicht. Die Konkurrenz ist auch dieses Jahr wieder stark. Aber Heiko und ich wissen, was wir zu tun haben. Wir schauen jedoch nicht nur auf die Fahrerwertung, sondern auch auf die Teamwertung. Letztes Jahr belegte Sorg Rennsport im Cup den dritten Schlussrang, das ist uns für 2016 zu wenig.“

Bei den Einstellfahrten hatte Kratz die Möglichkeit, erstmals den Cup-BMW in 2016er Spezifikation zu fahren. Optisch fällt vor allem der neue Heckspoiler auf, im Inneren gab es die meisten Änderungen im Bereich der Hinterachse und der vorderen Bremse. „Das Fahrzeug hat sich merklich im Fahrverhalten, aber vor allem bezüglich der Rückmeldung verbessert.“

Zusammen mit Oliver Bender (Frankfurt) und Stefan Beyer (Neustadt/Aisch) teilt sich Kratz bei den ersten drei VLN-Rennen sowie dem ADAC 24h-Rennen das Cockpit im BMW M3 GT4. Bereits beim letzten VLN-Lauf in 2015 war diese Konstellation erfolgreich. „Stefan und Oliver haben sich im letzten Jahr kontinuierlich verbessert. Sie kommen mit der Nordschleife und dem M3 immer besser zurecht. Es macht unheimlich viel Spaß, mit den beiden zu arbeiten. Unser erklärtes Ziel ist das Klassenpodium beim 24h-Rennen.“

Der Startschuss zur neuen Saison fällt am Samstag, den 2. April. Dann steht mit dem Vier-Stunden-Rennen bei der 62. ADAC-Westfalenfahrt das erste Rennen auf dem Programm.


24h Dubai: Torsten Kratz happy: "Mehr als erwartet"

Dubai, 16.01.2016

Mit einem fünften Platz in der Klasse SP3 endete für den Mönchengladbacher Torsten Kratz das 24h-Rennen von Dubai. Am Steuer des Sorg Rennsport-BMW M3 GT4 war dieses in der mit 15 Fahrzeugen hart umkämpften Klasse ein sehr gutes Ergebnis. „Das war ein richtig guter Saisonauftakt“, freute sich der 45-Jährige. „Diese Strecke liegt dem M3 eher nicht und wir haben mehr erreicht als erhofft.“

Kratz wechselte sich am Lenkrad mit dem Iraner Meisam Taheri, dem Dänen Frederik Nymark sowie den Deutschen Stefan Beyer und Ulf Wickop ab. Das Quintett umrundete den 5,399 Kilometer langen Kurs mit dem BMW M3 GT4 insgesamt 519 Mal, was einer Distanz von 2.802 Kilometern entspricht. Im Feld der 98 Starter kamen die Fünf zudem auf den hervorragenden 35. Gesamtrang.

Nach dem Qualifying hatte Dubai-Debütant Kratz definitiv nicht mit einem solchen Ergebnis gerechnet. Startplatz 14 und rund vier Sekunden Rückstand auf den Polesetter der Klasse dämpften die Erwartungen. „Auf dieser Strecke haben wir aufgrund des höheren Fahrzeuggewichtes spürbare Nachteile gegenüber einigen Klassenkonkurrenten. Vor allem im letzten Sektor mit vielen engen Kurven ist es für uns schwierig, das Tempo mitzugehen. Die leichten Ginetta und Lotus sind hier klar im Vorteil“, sagte Kratz vor dem Start. Aber er war nicht zu pessimistisch: „Im Rennen kommen aber einige Faktoren dazu, die den Unterschied hoffentlich relativieren. Einfach wird es jedoch nicht, auf die vorderen Plätze zu fahren.“

Nach dem Fallen der Startflagge zeigte Kratz eine fahrerische Meisterleistung. Der 45-Jährige verhielt sich taktisch klug im Verkehr und drehte trotzdem schnelle Rundenzeiten. Bis auf den vierten Rang konnte Kratz vorfahren. Auch während in der Folgezeit Taheri, Wickop und Nymark ihre Stints absolvierten, lag der M3 immer zwischen Platz fünf und elf. Kratz: „Für Ulf Wickop war es eine doppelte Herausforderung, die er hervorragend meisterte. Es war für ihn nicht nur die Premiere in Dubai, sondern generell sein allererstes 24h Rennen überhaupt!“

Der von Sorg Rennsport perfekt vorbereitete Bolide machte im weiteren Rennverlauf weiteren Boden gut. Während viele Wettbewerber mit Defekten zurück- oder ausfielen oder verunfallten, spulte die BMW-Mannschaft wie ein Schweizer Uhrwerk seine Runden ab. Lediglich beim Bremsbelagwechsel mitten in der Nacht kam es zu kleinen Komplikationen, die rund 12 Minuten kosteten. Trotzdem: Im Ergebnis ging es immer weiter nach vorn. Etwa vier Stunden vor Schluss wurde dann der fünfte Platz erobert und bis ins Ziel verteidigt.

„Wir sind ohne Erwartungen ins Rennen gegangen und wären schon mit einem Top Ten-Ergebnis zufrieden gewesen“, sagte Kratz im Ziel. „Auch wenn es eine alte Floskel ist: So ein 24h-Rennen ist lang und man muss erst einmal ankommen. Langstreckenrennen sind Teamsport und das gesamte Team rund um Daniel und Benjamin Sorg hat alles richtig gemacht.“

Obwohl Sorg Rennsport beide BMW 235i Racing sehr früh durch Unfall verlor, ging es hochmotiviert bis zum Fallen der Zielflagge weiter. Kratz: „Die Kräfte wurden gebündelt und alles konzentrierte sich nun auf unseren M3. Ich bin richtig stolz auf diese Mannschaft. Mein Dank gilt allen, die dazu beigetragen haben. Auch dem neuen Sorg-Teampartner AVIA, der uns gleich Glück gebracht hat!“

Der zweite Lauf zur Creventic-Serie findet Mitte März im italienischen Mugello statt. Auf der anspruchsvollen Strecke in der Toskana hofft Kratz beim 12h-Rennen auf ein ähnliches Ergebnis. „Wobei die Streckencharakteristik unserem M3 eher liegen müsste.“


Torsten Kratz auch 2016 für Sorg Rennsport im Einsatz

Mönchengladbach 04.01.2016

Ich freue mich sehr, auch in der Saison 2016 ein Teil der Sorg Rennsport-Team zu sein.

 

Die Rennsaison beginnt bereits im Januar mit dem 24h-Rennen in Dubai auf dem Sorg-Rennsport BMW M3 GT4.

Außerdem werde ich für die 12h-Rennen in Mugello, Zandvoort und Brünn mit dem GT4 an den Start gehen.

 

Neben den Rennen der 24h-Series, wird Sorg-Rennsport mich auch wieder für die VLN Saison und das 24h-Rennen auf dem Nürburgring einsetzen.

 

Einige Coaching-Termine (z.B. in Ascari) sind ebenfalls bereits im Februar und März geplant.

Ende Januar startet meine Saison für die Porsche Driving Experience mit dem Winterprogramm in Levi (FIN).

 

Also, ich freue mich riesig auf eine weitere spannende Renn- / Instruktor und Coaching Saison.

Wir sehen uns im Jahr 2016 .....


VLN: Torsten Kratz fährt GT4-Rundenrekord

Nürburg, 31.10.2015

Torsten Kratz markierte beim Saisonfinale zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring einmal mehr einen Rundenrekord: Am Steuer des Sorg Rennsport-BMW M3 GT4 stellte der 45-Jährige in 8.54,366 Minuten eine neue Bestmarke für die Kategorie GT4 (SP10) auf der VLN-Variante des Nürburgrings mit Speedlimits auf. Und das beim ersten Renneinsatz mit diesem Fahrzeug auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt!

 

„Das war schon großartig und hat irre viel Spaß gemacht, ich bin total glücklich“, freute sich der Mönchengladbacher. „Auf den Punkt gebracht: Es war ein phantastischer Tag! Mein Dank gebührt dem Team Sorg Rennsport für den perfekten BMW und Aston Martin-Pilot Wolfgang Weber, mit dem ich ein spannendes und immer faires Duell hatte. Besser hätte das Saisonfinale nicht verlaufen können.“

 

Bereits im freien Training am Vortag hatte Kratz handgestoppte 8.56 Minuten erreicht. „Und da ist noch Luft nach unten, mal sehen was am Renntag geht.“ Im Zeittraining zeigten die Ergebnismonitore dann 8.51,879 Minuten. Nicht nur die eigentlichen GT4-Platzhirsche aus dem Team Avia-Aston Martin waren überrascht. „Ich auch“, gab Kratz zu. „Es war eine gute Runde, aber so schnell hatte ich nicht erwartet.“

 

Im Rennen lieferten sich Kratz und Aston Martin-Startfahrer Wolfgang Weber ein packendes Duell. Allerdings hatte Weber nur für ein paar Kilometer die Nase vorn, ansonsten dominierte Kratz. Mit knapp zehn Sekunden Vorsprung übergab der 45-Jährige das Cockpit nach acht Runden an Frank Elsässer (Dettenhausen). Für die Schlussphase übernahm Oliver Bender (Frankfurt), der schließlich mit 2.48 Minuten Rückstand als Klassenzweiter abgewinkt wurde.

 

Nach der Saison ist vor der Saison

 

„Der BMW M3 GT4 lässt sich fantastisch fahren, er macht immer genau das, was man von ihm erwartet“, sagte der Porsche-Instrukteur. „Neben dem Klassensieg bei den 24h am Nürburgring in der BMW M235i Racing Cup-Klasse und dem zweiten Platz bei den 12h in Brünn in der GT4 Klasse war das dieses Jahr mein Highlight. Mal schauen, was das nächste Jahr bringt. In naher Zukunft würde ich gerne mal ein Fahrzeug aus der GT3-Klasse testen:“ so Kratz mit einem Augenzwinkern.

 

Apropos Cup-BMW: Kratz´ etatmäßiger Sorg Rennsport-BMW M235i Racing war ebenfalls am Start. Zu Beginn nahm hier Teamkollege Philipp Leisen (Irrel) Platz. Während der ersten drei Runden gab es unmittelbar vor dem 31-Jährigen zwei Kollisionen. „Ich musste jeweils hart bremsen, einmal sogar über die Wiese ausweichen, um keinen zu treffen“, sagte Leisen. „In der vierten Runde krachte dann im Eschbach ein Walkenhorst-Z4 gegen mein rechtes Vorderrad. Danach war die Felge verbogen und ich musste die Boxen ansteuern.“ Das Duo Leisen/Kratz wurde aber immerhin noch Neunter von 20 Startern.

 

Nach seiner ersten Saison bei Securtal Sorg-Rennsport zog Kratz ein absolut positives Fazit: „Ich habe mich von der ersten Sekunde an in diesem Team sehr wohl gefühlt. Die Autos waren immer top vorbereitet, wir haben schöne Erfolge gefeiert, das Klima ist sehr angenehm und wir haben uns gemeinsam weiterentwickelt. Bedanken möchte ich mich für das Vertrauen, welches mir entgegengebracht wurde. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir auch für 2016 ein gemeinsames Paket schnüren würden.“